Kurze Zusammenfassung: Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie die ideale Stufenhöhe (Steigung) für eine Treppe mit einer Gesamthöhe von 3 m ermitteln. Wir gehen auf gängige Formeln, ergonomische Vorgaben und praktische Beispiele ein. Mit dem kostenlosen Treppenrechner können Sie die Berechnung sofort prüfen und weitere Parameter wie Trittfläche und Materialbedarf ermitteln.
Die Stufenhöhe, auch Steigung genannt, bestimmt, wie bequem und sicher eine Treppe ist. Zu hohe Stufen belasten die Knie, zu niedrige führen zu vielen Schritten und erhöhen das Risiko von Stolpern. In Deutschland gelten Richtwerte der DIN 18065, die für Wohn- und Arbeitsbereiche empfohlen werden.
Die Gesamthöhe (auch Steigrohrhöhe) ist der vertikale Abstand vom Fußboden am unteren Ende bis zum Obergeschoss. Um die Stufenhöhe zu bestimmen, benötigen Sie:
Die Grundformel lautet:
n = H / h (gerundet auf die nächste ganze Zahl)
Da die Stufenhöhe meist nicht exakt passt, wird nach dem Runden die tatsächliche Höhe erneut berechnet:
h_real = H / n
Die DIN 18065 empfiehlt für Wohngebäude:
Für eine 3 m (3000 mm) hohe Treppe liegt die ideale Stufenhöhe typischerweise bei etwa 165 mm.
Gesamthöhe H = 3000 mm. Wir wählen zunächst eine Ziel‑Stufenhöhe von 165 mm.
n = 3000 mm / 165 mm = 18,18 → gerundet 18 Stufen
h_real = 3000 mm / 18 = 166,67 mm
Die resultierende Stufenhöhe liegt bei 167 mm – im empfohlenen Bereich.
Mit der Formel 2 · h + t ≈ 630 mm:
t = 630 mm – 2·166,67 mm = 630 mm – 333,34 mm = 296,66 mm
Eine Trittfläche von rund 300 mm entspricht ebenfalls den DIN‑Empfehlungen.
Manchmal bevorzugt man etwas flachere Stufen. Wir vergleichen Variante A (165 mm) mit Variante B (150 mm).
n = 3000 mm / 150 mm = 20 → 20 Stufen
h_real = 3000 mm / 20 = 150 mm
t = 630 mm – 2·150 mm = 330 mm
Variante B benötigt mehr Platz im Lauf, ist aber für Personen mit eingeschränkter Mobilität angenehmer.
Der Treppenrechner übernimmt die oben beschriebenen Schritte automatisch:
So können Sie sofort sehen, welche Variante besser zu Ihrem Platzangebot und Ihren Komfortvorstellungen passt.
Nachdem Sie Stufenhöhe und Trittfläche kennen, können Sie das benötigte Holz, Metall oder Beton abschätzen. Der Treppenrechner liefert dafür eine grobe Schätzung, die jedoch keine professionelle Bauberatung ersetzt.
Dieses Dokument dient ausschließlich als allgemeine Planungsinformation. Es ersetzt keine individuelle Beratung durch Architekten, Statiker oder Fachbetriebe. Bei Unsicherheiten immer fachkundigen Rat einholen.